Fliegerlager Neuruppin 2026 – zwei Wochen Flugbetrieb und erste Alleinflüge
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Zwei Wochen Zeltlager, Windenbetrieb von morgens bis in den Abend und über 40 Teilnehmer: Vom 25. Juli bis zum 8. August 2026 waren wir als Fluggruppe gemeinsam mit befreundeten Vereinen zu Gast auf dem Segelfluggelände Neuruppin. Am Platz kamen in dieser Zeit rund 620 Windenstarts und etwa 330 Flugstunden zusammen – davon gehen 240 Starts und 90 Stunden auf das Konto unserer Fluggruppe.
Flugbetrieb zwischen Sonne und Schauern
Die Bedingungen zeigten in den zwei Wochen ihre ganze Bandbreite. Auf Tage mit tragfähigen Wolkenstraßen, unter denen Streckenflüge von über 500 Kilometern möglich waren, folgten schwächere Tage, an denen Schulungen mit Platzrunden im Vordergrund standen – und Abende, an denen die Flugzeuge früher als geplant in Richtung Halle rollten.
Gestartet wurde durchgehend an der Winde. Im Einsatz waren unsere ASK 13, die DG-500, unser neuer Astir CS und unser Motorsegler – der SF-25 C Falke –, ergänzt durch Privatflugzeuge von Vereinsmitgliedern. Der dichte Flugbetrieb mit mehreren Vereinen auf einem Platz verdeutlichte die Notwendigkeit, dass jeder am Start anpackt. Nur so kamen die Statistiken von oben zustande. Ein Fliegerlager funktioniert nur, wenn alle mitziehen – und das hat in Neuruppin vom ersten bis zum letzten Flugtag gut geklappt.
Erste Alleinflüge
Das Ergebnis dieser zwei Wochen: Konstantin und Janne haben in Neuruppin ihre ersten Alleinflüge absolviert. Beide gingen mit der ASK 13 allein in die Luft und wurden nach der Landung standesgemäß mit Handschlag, Gratulationen und dem traditionellen selbstgepflückten Strauß am Platz empfangen.
Für die beiden ist das ein großer Schritt, für den Verein ein Beleg dafür, dass die Ausbildungsarbeit in einem solchen Lager besonders gut vorankommt: Wer jeden Tag fliegt, macht Fortschritte, die sich an einzelnen Wochenenden über Monate ziehen würden.
Überland unterwegs
Neben der Schulung stand das Fliegen über den Platzrand hinaus im Fokus. Mit unserem Motorsegler wurden Überlandeinweisungen durchgeführt. Dazu gab es Rundflüge über das Ruppiner Seenland, das aus der Luft mit Wald, Wasser und weiten Feldern eine ganz eigene Kulisse bietet.
Unsere erfahreneren Piloten nutzten die guten Tage für Streckenflüge, bei denen die Bedingungen Distanzen von über 500 Kilometern zuließen.
Lagerleben
Untergebracht waren wir in einer Mischung aus Zelten und Campern und Zimmern im Flugplatzgebäude. Unter der Woche versorgte uns ein Caterer, an den Wochenenden wurde gegrillt und gemeinsam für alle gekocht. Und weil Tradition Tradition ist, führte der Weg selbstverständlich auch einmal zum Griechen.
Abends saß man zusammen, mit einem Bier in der Hand am Lagerfeuer. Genau diese Abende sind der Grund, warum ein Fliegerlager mehr ist als eine Ansammlung von Flügen: Man lernt sich anders kennen, über Vereinsgrenzen hinweg. Aus Gesichtern am Start werden über die Jahre gute Bekannte.
Danke!
Unser größter Dank gilt dem LSC Kranich Berlin e. V. als Gastgeber. Ein Fliegerlager dieser Größe auszurichten ist nicht Selbstverständlich. Der Platz musste über zwei Wochen mit teilweise über 30 zusätzlichen Gästen gleichzeitig zurechtkommen, deren Flugzeuge, Hänger, Zelte und Camper untergebracht werden mussten. Von der Einweisung in Platz und Umgebung über die Startwinde und die Startleitung bis hin zu Halle, Werkstatt, Küche und Sanitäranlagen stand uns alles offen, was der Verein zu bieten hat. Vielen Dank für diese Gastfreundschaft!
Ebenso geht unser Dank an den zweiten lokalen Verein – dem Flugtechnischen Verein Spandau 1924 e. V. – für das bereitstellen der Startwinde in der zweiten Woche.
Gemeinsam angereist sind wir mit dem LSV Aurich-Ostfriesland, dem SFV „Alte-Ems" Aschendorf-Herbrum und der LSG Waterkant-Zetel e. V. – schön, dass wir dieses Lager wieder zusammen gestalten konnten. Danke auch an alle bekannten Gesichter, die wir über die Jahre in anderen Vereinen kennengelernt haben und die auch in diesem Jahr wieder dabei waren.
Vielen Dank auch an Maurice fürs Organisieren.
Wir kommen gern wieder.